Donnerstag, 30. November 2017

Rittergut - Schloss Ammelshain

Das Ammelshainer Schloss befindet sich nur ungefähr 26 Kilometer von Leipzig entfernt. Ammelshain an sich ist ein Ortsteil der Stadt Naunhof. Das Gelände des Schlosses gehörte einst zu einem Rittergut.

Schloss Ammelshain
Schloss Ammelshain

Geschichte ab 1552

Schon im Jahr 1552 wurde ein Vorwerk hier an dieser Stelle erstmalig im Besitz der Familie von Lindenau erwähnt. Knappe 50 Jahre später wurde 1606 aus eben genannten das Rittergut Ammelshain.

Erst 100 Jahre darauf erfolgte 1723 die Errichtung des heutigen Schlosses unter Leitung der Familie von Lindenau. Als die von Lindenaus das Schloss 1750 wegen Überschuldung abgeben mussten, erwarb die Familie von Wilcke das Gut mit Park und Anlagen.

Torhaus Schloss Ammelshain
Torhaus Schloss Ammelshain

Das Torhaus ab 1788

August Moritz von Wilcke ließ als Besitzer im Jahr 1788 das Torhaus vor dem Hauptgebäude errichten. Ab 1793 wurde das Gut an die Familie von der Becke und 1889 an Georg Michael Eckhardt.

Der zweite Weltkrieg hinterließ keine Spuren am Schloss, jedoch die Bodenreform und somit die Enteignung des Geländes. Zur Nutzung in DDR Zeiten konnte ich keine Angaben finden. Nach der Wende fand eine Privatisierung statt und ab 1991 wurden die Gebäude saniert und renoviert, sodass man in der heutigen Zeit sehr schick in den Räumlichkeiten wohnen kann.

Wohnanlagen am Schloss
Wohnanlagen am Schloss


gefunden bei.
http://www.sachsens-schlösser.de/index.php/component/content/article/23-n/2166-naunhof-schloss-ammelshain
schloesserrundschau.de/sachsen/schloesser

Mittwoch, 29. November 2017

Neues Rathaus

Das Neue Rathaus in Leipzig ist der Nachfolger des Alten Rathauses, es befindet sich am Martin-Luther-Ring fast gegenüber des Bundesverwaltungsgerichtes und wurde auf den Resten der abgebrochenen Pleißenburg errichtet.

Also ist wie auch bei vielen anderen historischen Gebäuden der Stadt anzunehmen, dass die Geschichte ebenso hier seine Spuren hinterlassen hat.

Neues Rathaus Leipzig
Neues Rathaus Leipzig

Geschichte des Neuen Rathauses und warum überhaupt ein neues?

Bereits in den 1870.ger Jahren wurde das Alte Rathaus am Marktplatz zu klein und konnte den stetig wachsenden Anforderungen nicht mehr genügen. Es wurde beschlossen, ein neues Gebäude für die Leipziger Stadtverwaltung zu errichten. Nach einigen Entwürfen, die verworfen wurden, erwarb die Stadt im Jahre 1895 die mittelalterliche Pleißenburg für 2,5 Millionen Mark vom Königreich Sachsen. Die Pleißenburg beheimatete vorher bis 1860 die Universitätssternwarte.

Neues Rathaus Leipzig am Burgplatz
Neues Rathaus Leipzig am Burgplatz

Abriss der alten Pleißenburg

Im April 1897 begann der Abriss der Pleißenburg, um auf dem Grundstück das Neue Rathaus zu erbauen. Im selben Jahr gewann der Leipziger Stadtbaudirektor und Architekt Hugo Licht bei einem Wettbewerb um die Vergabe der Neuerrichtung des Gebäudes den ersten Platz. Als Maßgabe an die Architekten wurde gefordert, die Turm Silhouette der alten Pleißenburg als Leipziger Wahrzeichen der Stadt genau so zu errichten. Das Gelände der alten Burg wurde in 3 Teile gestückt. Sogar neue Strassen wurden dafür angelegt.

Grundsteinlegung und Aufbau

Am 19. Oktober im Jahr 1899 erfolgte die Grundsteinlegung für das neue Haus. Das Gebäude wurde nach einer knapp 6 jährigen Bauzeit im Stil des Historismus und nach Plänen des eben genannten Hugo Licht aus hellgrauem, mainfränkischem Muschelkalkstein erbaut und am 07. Oktober 1905 durch den amtierenden Oberbürgerbürgermeister Bruno Tröndlin sowie in Anwesenheit des sächsischen Königs Friedrich August III feierlich eröffnet.

Gleich neben dem Rathaus entstand von 1908 bis 1911 das Stadthaus, welches mit dem Rathaus verbunden ist und 1912 eröffnet wurde. Auch dieses wurde unter der Leitung Hugo Lichts erbaut. Auch viele andere Künstler wie Fritz Schumacher, Georg Wrba und Carl Seffner waren an der bauplastischen Gestaltung des Hauses beteiligt.

Neues Rathaus in Leipzig
Neues Rathaus in Leipzig

die Besonderheiten des Hauses

Mit einer Fläche von ca. 10.000 m² und fast 600 Räumen zusammen mit dem Stadthaus ist das Rathaus
das größte seiner Art in Deutschland. Ausserdem misst der Rathausturm, der auf den alten Fundamenten der Pleißenburg errichtet wurde und in welchem eine Bronzeglocke hängt, eine Höhe von 114,7 Metern und ist auch hierbei einer der höchsten der Bundesrepublik.
Ausserdem ist eine Aussichtsplattform am Turm vorhanden, welche bei Führungen über 250 Stufen vom vierten Obergeschoss erreicht werden kann.

An der Südwestfassade des Gebäudes sind 5 Statuen angebracht, die „Handwerk“, „Gerechtigkeit“, „Buchkunst“, „Wissenschaft“ und „Musik“ symbolisieren sollen. Über der großen Uhr am Haus ist ebenso wie am Bundesverwaltungsgericht eine Figur angebracht, welche "Die Wahrheit" als Symbol trägt. Auch die eben genannte Uhr, die Nachts in blau leuchtet, enthält eine lateinische Innenschrift, MORS CERTA, HORA INCERTA, auf Deutsch "Der Tod ist gewiss, die Stunde ungewiss".

Auch im Inneren des Gebäudes gibt es einiges zu sehen wie zum Beispiel den historischen Ratsplenarsaal, dessen Wände mit Edelholzpaneel verziert sind und dessen Kassettendecke vergoldet ist sowie das reich ausgeschmückte Hauptreppenhaus. Ausserdem ist die untere und obere Wandelhalle hervorzuheben, in denen heutzutage Ausstellungen gezeigt werden.

Im Keller des Hauses befand sich ein historischer Weinkeller, welcher heute das Restaurant "Ratskeller" beheimatet. Hier können nach Lust und Laune lecker Speisen eingenommen werden.

Besuch des Gebäudes und Führungen in den Rathausturm

Turmbesteigungen.
Zeiten.
Montag bis Freitag von 11 Uhr bis 14 Uhr
Preise.
Erwachsene 3 Euro
Kinder, Schüler, Studenten und Leipzig-Pass-Inhaber 1,50 Euro.
Treffpunkt.
Untere Wandelhalle im Neuen Rathaus, Martin-Luther-Ring 4-6


gefunden bei.
www.leipzig.de Geschichte
https://de.wikipedia.org/wiki/Neues_Rathaus_(Leipzig)

Montag, 20. November 2017

Gewandhaus

Das Leipziger Gewandhaus ist einer der Sehenswürdigkeiten der Innenstadt. Dieses monumentale Gebäude befindet sich direkt am Augustusplatz visavis des Opernhauses.

Ja, es ist schon das 3.te seiner Art, das dritte Konzerthaus der Stadt, dessen Geschichte bis in das Jahr 1498 zurück reicht. In diesem Beitrag möchte ich euch die Historie der Musikstadt Leipzig und gerade eben diese um dieses Gebäude etwas näher bringen. Seit 1781 sind diese Gebäude das Zuhause für das gleichnamige Orchester, das jetzt auf 275 Geschichte Jahre zurück schaut.

Gewandhaus Leipzig am Augustusplatz
Gewandhaus Leipzig am Augustusplatz

das erste Gewandhaus von 1489 bis 1884

Bei diesem dreiflügeligen Gebäude, welches im Jahr 1489 im Kupfergässchen eröffnet wurde, handelte es sich eher um ein Zeughaus. In diesem befand sich die Kupferwaage, ausserdem wurde das erste Stockwerk als Messehaus für Tuch- und Wollwarenhändler genutzt, daraus entstammte der Name "Gewandhaus" für dieses Gebäude.

Im Jahr 1743 Kaufleute, 16 an der Zahl, zusammen und gründeten den Konzertverein "Grosses Concert", welches aus 16 Musikern bestand.
Noch in diesem Jahr fand das erste Konzert, allerdings noch nicht im Gewandhaus statt.
Erst in den Jahren 1780 und 1781 wurde ein Konzertsaal im 2.ten Stock des Gebäudes errichtet. Bis zu 500 Gästen und Zuhörer konnten darin den Konzerten lauschen. Im November 1781 fand das erste Konzert in diesem Saal vom eben genannten Konzertverein statt, dieses wurde somit zum Gewandhausorchester.

Wiederum wurde der Saal einige Zeit später in die größere Tuchhalle des Gebäudes verlegt. Nach Umbauten und Renovierungen in 1842 sowie 1872 hatten 1000 Gäste Platz im Saal.
Hier fanden unzählige Uraufführungen bedeutender Werke der Musik statt, der wohl berühmteste Kapellmeister des Gewandhausorchesters dieser Epoche war wohl Felix Mendelssohn Bartholdy.

Noch bis 1886 wurde das Gebäude, welches jetzt Altes Gewandhaus genannt wurde, für Konzerte genutzt, da ein neues Gebäude schon längst errichtet wurde.

das 2.te Gewandhaus von 1884 bis 1968

Wie eben gesagt wurde das neue Gebäude schon von 1882 bis 1884 nach Plänen der Architekten Martin Gropius durch Heino Schmieden erbaut. Dieses Haus befand sich im Musikviertel in der Beethoven- Grassistrasse. Es beinhaltete einen großen Saal, in welchem 1700 Besucher Platz hatten, ausserdem einen Kammermusiksaal mit 650 Plätzen. Übrigens war dieses zweite Gewandhaus Vorbild für die Symphony Hall in Boston. Hierfür lieferte die Orgelbaufirma E. F. Walcker & Cie. aus Ludwigsburg eine große Konzertorgel.
Doch auch diesem Gebäude war kein langes Dasein beschieden, denn bei Luftangriffen im 2.ten Weltkrieg 1943 sowie 1944 wurde das Haus stark beschädigt und brannte aus. Schon 1936 wurde das vor dem Gebäude stehende Mendelssohn Denkmal vom Bildhauer Werner Stein durch die Nationalsozialisten kaputt gemacht. Pläne, das Gebäude wieder auszubauen, wurden in Betracht gezogen, jedoch nicht verwirklicht. Stattdessen wurden die Ruinen 1968 abgerissen .
Auch das Gewandhausorchester musste sich in dieser Zeit ein neues Zuhause suchen und fand 1944 und 1945 erst einen Platz im damaligen Kino Capitol, danach fanden Konzerte in einem Provisorium der Kongresshalle am Zoo statt. Auch hierfür ließ die Stadt im Jahr 1946 eine zweimanualige Orgel mit 32 Registern von der Firma Jehmlich Orgelbau Dresden einbauen zu lassen.

Gewandhaus Leipzig bei Nacht mit Wandgemälde
Gewandhaus Leipzig bei Nacht mit Wandgemälde

das dritte und neue Gewandhaus am Augustusplatz

Für eben dieses Gebäude, welches wir heute kennen, wurde im November 1977 der Grundstein gelegt. Ausschlaggebend dafür war der Einsatz vom damaligen Gewandhauskapellmeister Kurt Masur, welcher das Orchester in den Jahren 1970 bis 1997 prägte.
Im übrigen ist das Leipziger Gewandhaus der erste und einzige Bau einer Konzerthalle zu DDR Zeiten.

Nach Entwürfen von Rudolf Skoda, Eberhard Göschel, Volker Sieg und Winfried Sziegoleit wurde das Neue Gewandhaus am 8.ten Oktober 1981 mit einem Konzert unter Leitung von Kurt Masur feierlich eröffnet. Gespielt wurde zu diesem Anlass Siegfried Thieles Gesänge an die Sonne und Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 9.

Hervorzuheben im Gewandhaus ist das 31,80 Meter hohe sowie 714 m² große Deckengemälde im Foyer, welches Sighart Gille schuf. Bei diesem handelt es sich am Rande betont um das grösste Europas. Die beiden Säle haben ein Fassungsvermögen für 2398 Besucher, wobei im großen Saal (dieser besitzt eine ausgezeichnete Akustik) 1900 Menschen, im kleinen Saal 498 Gäste Platz haben. Hierbei wird der kleinere Saal für Kammermusik genutzt, dieser heisst Mendelssohn-Saal. Seit 1998 ist Andreas Schulz Intendant des Orchesters. Im grossen Saal arbeitet eine Schuke-Orgel mit 6845 Pfeiffen, diese wurde von der Orgelbaufirma Alexander Schuke im Jahr 1981 gefertigt.

Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, denn im reichhaltigen Spielplan des Orchesters findet jeder Klassik Begeisterte ein Stück, was ihm gefällt.

Adresse. Augustusplatz 8, 04109 Leipzig

weitere Informationen sowie der Spielplan bei.
www.gewandhausorchester.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Gewandhaus_(Leipzig)

Freitag, 17. November 2017

Körnerhaus

Das sogenannte "Körnerhaus" war mir bis dato recht unbekannt. Dennoch konnte ich es durch einige Recherchen entdecken und bin froh, euch in diesem Beitrag die Geschichte und das Haus selbst vorstellen kann. Dieses Kleinod, welches mit dem "Schillerhaus" vergleichbar ist, befindet sich im Leipziger Stadtteil Großzschocher in der Huttenstrasse. Bei diesem Haus handelt es sich um ein einmaliges Sachzeugnis aus den Zeiten der Völkerschlacht.

Körnerhaus Leipzig Großzschocher
Körnerhaus Leipzig Großzschocher


Zur Geschichte des Körnerhauses selbst ab 1734

Bei diesem Haus an sich handelt sich um ein altes Gutsgärtnerhaus. In den Jahren 1734 und 1735 wurde das Schloss zu Großzschocher unter den Herren von Pönickau neu erbaut, in dieser Zeit wurde auch eben dieses Gutsgärtnerhaus errichtet. Um den damals vorhandenen Park in Stand zu halten und zu Pflegen, benötigte man viele Gärtner, aus diesem Grund wurde auch dieses heute noch vorhandene Kleinod erbaut.

Heute erhalten ist davon im Gebäude leider nur noch die Küche mit einem Kreuzgewölbe, die alten Räume sowie der Rauchabzug im Mittelteil des unteren Teil des Hauses. Überhaupt besitzt das Körnerhaus nur ein unteres Geschoss und einen geräumigen Boden oberhalb, welches über sich über die gesamte Hausbreite erstreckte und früher auch als Wohnraum für die Gärtner genutzt wurde. 2 abgeschlossene Wohneinheiten sind jetzt noch im Gebäude befindlich, welche auch 2 Eingangstüren besitzen.

Küche und Arrestraum im Haus

Die linke Seite des Erdgeschosses diente im 18.ten Jahrhundert als Magisterwohnung für die Dorfschullehrer, diese Räumlichkeiten wurden später Gewerblich genutzt. Auf der rechten Seite befinden sich die Küche und ein Arrestraum, welcher im Haus war. Schon damals wurde der Dorfarrest in das Haus verlegt worden, wobei hier noch eine Arresttür aus starker Eiche und einem Guckloch vorhanden sind. Sogar Wandzeichnungen der Gefangenen aus dieser Zeit sind noch sichtbar. Über diesen Teil des Gebäudes führt auch der Treppenaufgang in den oberen Dachboden.

Das Krüppelwalmdach besaß zu jener Zeit 3 Dachgaupen, von denen heute nur noch 2 vorhanden sind.
Zur im linken Teil des Hauses erwähnten Lehrerwohnung gehörte auch ein Oberstübchen, das man über eine enge Steige betreten konnte. Dieser Durchgang konnte gut mit einem Schrank verstellt werden, dieser glückliche Umstand kam Theodor Körner zu gute.

Körnerhaus Leipzig im Stadtteil Großzschocher
Körnerhaus Leipzig im Stadtteil Großzschocher

Theodor Körner im Körnerhaus

Bei einem Überfall auf das Lützower Freikorps bei Kitzen durch die Franzosen und Rheinbündler am 17.ten Juni 1813 wurde der berühmte Dichter Theodor Körner schwer verwundet, aber dennoch entkommen. Einen Tag später wurde Körner am 18.ten Juni von Bauern gefunden. Da auf ihn ein Kopfgeld ausgesetzt war, wurde er unter grösster Gefahr zur Familie Häußer, welche damals hier wohnten, in das Gutsgärtnerhaus gebracht und versteckt.

Er wurde hier Notdürftig versorgt und in Bauernkleidern auf dem Wasserweg zum Arzt Dr. Wendler, einem Freund der Familie Körner, gebracht. Wenige Tage reiste er von dort zu einer Kur nach Karlsbad. 52 Jahre später wurde im Jahre 1865 eine Gedenktafel an diese Begebenheit am Haus befestigt.

Gedenktafel an Theodor Körner am Haus
Gedenktafel an Theodor Körner am Haus

Bürger- und Förderverein sowie Sanierung

Nach der Wende wurde das Gebäude in die Denkmalschutzliste Leipzigs aufgenommen, wobei es schon zu DDR Zeiten eine Denkmalschutznummer bekam.
Schon im Jahr 1973 wurde ein Jugendklub namens "Theodor Körner" gergründet sowie 1984 die Interessengemeinschaft "Lützower Freikorps" und die Vision das Haus zu Sanieren, erwachte.

Bis zum Ende der DDR wurden Erfolge bei der Vorbereitung der Sanierung erzielt. Nach der Wende wurde es Still um die Pläne der Sanierung. Erst 1997 fanden sich interessierte Bürger und Mitglieder der IG zu einer Gründungsversammlung ein. Somit wurde der Bürger- und Fördervereins "Körnerhaus Großzschocher" ins Leben gerufen. Der Verein feierte 2017 sein 20 jähriges Jubileum. Ausserdem wird in jedem Jahr ein Körner Hausfest gefeiert.

Die Restaurierung des Gebäudes dauerte Jahre und die Vereinsmitglieder investierten viele Stunden Arbeit und werden auch noch weitere in Anspruch nehmen. Heute können die sanierten Räume für Veranstaltungen mit 25 Menschen gemietet werden.

gefunden bei.
www.koernerhaus-leipzig.de -Webseite des Vereins mit vielen weiteren Details

Donnerstag, 16. November 2017

Schloss Zöbigker

Auch in Markkleeberg, der Stadt direkt neben Leipzig, befinden sich wunderschöne Sehenswürdigkeiten, die eine lange Geschichte aufweisen.

Auch einige Schlösser sowie Herrenhäuser wurden hier über die Jahrhunderte erbaut so wie eben dieses Kleinod, das Schloss Zöbigker im gleichnamigen Stadtteil, welches einst sogar ein Rittergut war.

Schloss Zöbigker in Markkleeberg
Schloss Zöbigker Markkleeberg

Geschichte Schloss Zöbigker


Schon im Jahr 1376 wurde urkundlich ein Schloss oder Herrenhaus in Zöbigker erwähnt, welches zur damaligen Zeit der Familie Pflugk. Diesen gehörten auch Orte wie Großzschocher, Knauthain und Gautzsch in jener Epoche. Unter Leitung der Pflugs wurde das Vorwerk bis zum Ende des 14.ten Jahrhunderts zu einem Rittergut umgebaut, nachdem es vormals "Vorwerk von Prödels" hieß.

Einige Jahre später ging das Rittergut 1543 durch ein Erbe an die Familie von Gehofen. Schon nach weiteren 69 Jahren wurde das Gut 1612 an Otto von Dieskau veräußert.

Im Zeitraum des Besitzes der Familie von Marschall, die das Rittergut Zöbigker 1678 erworben hatte, wurde das alte Herrenhaus abgebrochen. Friedrich Wilhelm Marschall ließ ein neues Herrenhaus bzw. Schloss erbauen, welches auf einer Holzkonstruktion ruhte in einem 10.000 Quadratmeter großen Teich. In das Schloss gelangte man über 4 Brücken.

Leider verschuldete sich von Marschall so sehr, dass das Schloss und Gut Zöbigker nach seinem Tod 1693 an die Sächsische Krone zurückfiel.
1714 verkaufte August der Starke das Gut für 39.000 Taler (heute ca. 1 Million Euro) an den Leipziger Ober-Postmeister Johann Jakob Kees den Jüngeren. Dieser finanzierte den Kauf durch eine Abfindung, die er durch die sächsische Post bekommen hatte, als diese verstaatlicht wurde.

Jakob Kees ließ ab 1716 bis in das Jahr 1724 den Park und das Schloss nach Plänen des Architekten beziehungsweise Gartenarchitekten David Schatz im Stil des Barock umgestalten, dafür wurde der Schlossgraben zugeschüttet.

Schloss Zöbigker Rückansicht mit Eigentumswohnungen
Schloss Zöbigker Rückansicht mit Eigentumswohnungen

das aufregende 19.te und 20.te Jahrhundert


Nach Plänen des Leipziger Architekten Albert Geutebrück wurde das Schloss Zöbigker nach 1830 im Stil des Klassizismus umgebaut. Bis in das Jahr 1925 verblieb das Schloss sowie Gut im Besitz von Familie Kees. Neuer Besitzer war ab dann die AG Sächsische Werke Böhlen, welche Abbau von Braunkohle betrieb. Nur das Herrenhaus blieb Besitz der Familie.

1927 wurde das Schloss im Auftrag von Familie Kees unter Leitung und nach Plänen des Architekten Paul Schultze-Naumburg wiederum umgebaut.

nach dem 2.ten Weltkrieg


Nach dem Krieg wurden die Besitzer von Grund und Boden enteignet. Erst Amerikanischen-, später Sowjetischen Besatzungstruppen diente das Schloss nach dem Krieg als Domizil. Später wohnten Umsiedler und Neubauern darin. In dieser Zeit wurde die tolle Einrichtung sehr in Mitleidenschaft gezogen, vor allem die unschätzbare Bibliothek wurde unwiederbringlich ausgelöscht.

wahrscheinlich Pächterhaus des Schlosses Zöbigker Markkleeberg
wahrscheinlich Pächterhaus des Schlosses Zöbigker Markkleeberg

Schloss Zöbigker zu DDR Zeiten und Restaurierung nach der Wende


Im Zuge der Bodenreform wurden die Gebäude und Ländereien an die Bauern abgetreten werden. In das Dachgeschoss wurden Verwaltungs- und Sozialräume integriert. 1952 wurde das nebenstehende Pächterhaus zur Berufsschule für Handwerker der Pelzbearbeitung und Rauchwarenzurichter umfunktioniert.

Im Jahr 1953 wird im Herrenhaus selbst eine Schule gegründet. In den 1980ger Jahren wurde damit begonnen, Kohle in Zöbigker abzubauen, auch der Schlosspark fiel diesem Abbau zum Opfer.
Ab 1990 fand das Schloss Nutzung für die Kreisbibliothek, da es in die Hände des Landkreises über ging.

Leider führten die Auswirkungen des Braunkohlenabbaus zu massiven Rissen in den Mauern des Schlosses, so dass es in den 90ger Jahren sogar Pläne für einen Abriss gab. Nachdem die Anlagen dem Verfall Preis gegeben waren, begann ab 2004 eine Mustergültige Sanierung sowie Restaurierung des jetzt unter Denkmalschutz stehenden Schlosses Zöbigker und seinen Nebengebäuden wie Wirtschafts- und Torhäusern, welche im Jahr 2010 beendet wurde. Im inneren wurden 8 luxuriöse Eigentumswohnungen eingerichtet.

gefunden bei.
sehr interessantes der Stadt Markkleeberg über das Schloss
https://www.alleburgen.de
http://www.7seen-wanderung.de/Dokumente/2017/9_Schloss_Zoebigker.pdf
burgen-und-schloesser.net/schloss-zoebigker/geschichte

Mittwoch, 15. November 2017

Oelßners Hof

Der stadtbekannte "Oelßners Hof" ist ein Durchgangshof mit 2 Zugängen, der sich in der Leipziger Innenstadt befindet. Hierbei handelt es sich um einen Wohn- und Geschäftskomplex, welcher jeweils einen Eingang aus kunstgeschmiedeten Toren auf der Nikolaistrasse,  andererseits auf der Ritterstrasse hat.

Zurückführbar ist der Hof auf 2 Geschäftshäuser aus der Gründerzeit, die sich mit einer Länge von 66 Metern auf die Grundstücke Nikolaistraße 20–26 und Ritterstraße 23–29 erstrecken.

Oelßners Hof Leipzig
Oelßners Hof Leipzig

Zur Geschichte von Oelßners Hof

Das damalige Grundstück in der Nikolaistrasse 24 gehörte schon im im 15.ten Jahrhundert einer Juristenfamilie namens Schulte. Deren Erben verkauften das Gebäude 1559 an den kurpfälzischen Landschreiber Magister Vögelin, welcher 11 Jahre später auch das nebenstehende Haus mit der Nummer 25 in selbiger Strasse erwarb.

im 17.ten Jahrhundert, Zotenhof

Schon ab 1670 wird der Grundstückskomplex zwischen Ritter- sowie Nikolaistrasse als "Zotens Hof" oder "Zotenhof"erwähnt, da der Siegelmacher Hans Zote, der 1666 verstarb, an dieser Stelle seine Werkstatt hatte. Nach ihm und seinem Werkstattschild wurde der Hof zur damaligen Zeit offenbar benannt.

Oelßners Hof Leipzig, Eingang Nikolaistrasse
Oelßners Hof Leipzig, Eingang Nikolaistrasse

im 18.ten Jahrhundert, Quandts Hof

1705 kaufte der Gastwirt Andreas Krahe das Haus an der Nikolaistrasse, wobei der Durchgang zwischen beiden Häusern im Besitz des Zotenhofes verblieb.
Ein Teil des Hofes wird von 1740 bis 1747 als "kleines Reithaus" benannt, da die berühmte Schauspielerin Friederike Caroline Neuber oder auch einfach "Neuberin" genannt, mit ihrer Theatergruppe dort gespielt hatte.

1748 kaufte der namhafte Tabakhändler und Kaufmann Johann Gottfried Quandt das Grundstück. Er ließ das Vorderhaus in seiner Lebenszeit, nach dessen Tod auch sein Sohn Gottlob, neu erbauen. Ausserdem wurde auch das eben genannte "Reithaus" mit Theaterspielbühne durch ein Komödienhaus nach dem Vorbild griechisch-römischer Theater neu errichtet. Am Rande betont war Johann Gottlob Quandt auch ein freund Goethes und Kunstsammler.

Das Theater hatte jedoch nicht sehr lange Bestand, da schon kurze Zeit später, 1766, Komödienhaus auf der Rannischen Bastei öffnete und das Theater zu einem Speicher umgebaut wurde. In der Quandtschen Besitzzeit und auch danach erhielt der Komplex übrigens von 1749 bis 1896 auch den Beinamen "Quandts Hof".

Die Quandts bewohnten die Gebäude natürlich nicht allein, auch ein Maler namens Veit Hanns Schnor von Carolsfeld, ab 1814 Direktor der Kunsthochschule, wohnte 1791 und 1791 ebenso mit im Hof.

im 19.ten Jahrhundert, Oelßners Hof

Ab 1834 war auch der Verleger Otto Friedrich Wiegand mit seinem Verlag im Hof ansässig. Der Kommerzienrat sowie Pelzhändler Wilhelm Oelßner, vereinigte im Jahr 1896 die Grundstücke Ritter- sowie Nikolaistrasse zu einem Gebäudekomplex und somit zu "Oelßners Hof". Ausserdem wurde der Hof somit zu einem Zentrum des Pelzhandels der Stadt Leipzig.

im 20.ten Jahrhundert, 2.ter Weltkrieg und DDR

Anfang diesen Jahrhunderts wurden die Gebäude, wie wir sie auch in der gegenwärtigen Zeit kennen, nach Plänen des Leipziger Architekten Max Pommer 1907 sowie 1908 erbaut. Im Jahr 1948 wurde Oelßners Hof bei einem Luftangriff schwer beschädigt. In dieser Zeit gehörte der Hof der Rauchwarengroßhandlung und Pelzfirma Thorer & Co. Nach Ende des Krieges wurde die Familie Thorer enteignet. Im übrigen steht noch heute die ehemalige Thorer Villa im Leipziger Stadtteil Leutzsch.
Zu DDR Zeiten war von 1960 bis 1968 war ein Besichtigungslager für die Rauchwarenauktionen in den Gebäuden beheimatet.

Sanierung und Oelßners Hof heute

Bis nach der Wende stand der Hof leer und wurde im Baufälliger. Erst 2007 kaufte Claus Sauter, Chef einer Biokraftstofffirma, die Gebäude und nach 3 Jahren Bauzeit erstrahlte der Hof 2015 nach einer denkmalgerechten Komplettsanierung wieder im alten Glanz.

Auf einer Gesamtnutzfläche von 25000 Quadratmetern sind nun neben 31 Maisonette Wohnungen mit Dachterrassen im 4.ten und 5.ten Obergeschoss auch Büroflächen sowie Gaststätten, Einzelhandelsgeschäfte und ein Parkhaus mit 195 Stellplätzen verfügbar. Somit gehört dieser Komplex zu den geschichtsträchtigen Höfen sowie Passagen der Stadt und ist ein Muss bei jedem Leipzig Besuch für alle Touristen.

gefunden bei sowie weitere Details bei.
Infos über den Hof bei Wikipedia
http://www.oelssners-hof.de/content/geschichte

Donnerstag, 9. November 2017

Mühle Engelsdorf

Die Engelsdorfer Mühle sowie Herrigs Mühlenladen ist mir wohl bekannt, denn mein Arbeitsweg führt mich täglich an der Mühle vorbei. Oft sehe ich, wie das Mehl in den Lastkraftwagen geladen wird.

Herrigs Mühle Engelsdorf Leipzig
Herrigs Mühle Engelsdorf Leipzig


Geschichte der Engelsdorfer Windmühle

Diese geht bis in 16.te Jahrhundert zurück, denn im Jahr 1583 wird die Mühle zum ersten mal urkundlich erwähnt. Westlich von Engelsdorf fand man einen geeigneten Platz für die damals errichtete Bockwindmühle. Einen guten Platz dafür zu finden war nicht einfach, da das Gelände tief war und man benötigte für die Mühle eine Erhebung, an der auch ein dafür geeigneter Wind weht.

Thomas Müller war laut den Kirchenbüchern der erste Pachtmüller. Jahre darauf brannte die Mühle unter dem Müller Findeisen am 5. März 1747 völlig ab. Schon damals wurde beim Wiederaufbau, ebenfalls bei einem Hagelschlag 1841 beschädigt, ein Wohngebäude nahe der Mühle erbaut. Noch heute sind Restbestände dessen unterhalb des Wasserturms erhalten geblieben.

Der nächste Besitzer war J.A. Scheffler, welcher schon in einem kleinen Gehöft neben der Mühledie Engelsdorfer Brotfabrik in kleinem Stil betrieb. Darin hatte auch der Müller und Bäcker Hermann Scheffler seinen Wohnsitz mit Familie.

Die Mühle ab 1900 und der neue Standort

Im Jahr 1900 fand der Althener Robert Klas eine Anstellung in der damaligen Bockwindmühle.Schon 2 Jahre später wurde der Mühlenbetrieb an diesen übergeben. Leider hielt sich der Betrieb an diesem Standort nicht sehr lange, denn 1913 musste die Windmühle für den Wasserturm von dort verschwinden. Doch es gab einen Ausweg. Klas konnte durch einen Schadenersatz der Gemeinde sowie von Herman Scheffler und einen neuen Standort nahe der alten Gebäude und konnte somit noch im selben Jahr mit seinem Schwiegersohn Arthur Herrig am 13. Oktober die heutige Motormühle.

Mühle Engelsdorf 1913 - A. Herrig
Mühle Engelsdorf 1913 - A. Herrig

Einige Zeit später starb 1917 Klas und Arthur Herrig übernahm den Betrieb samt Mühle. Einige bauliche Veränderungen wurden in den Jahren 1921 bis 1929 vorgenommen, um die Fertigungsanlage noch effektiver betreiben zu können. Herrigs Sohn Herbert trat 1938 als Teilhaber in das Unternehmen ein.

Weltkrieg und heute

Durch den 2.ten Weltkrieg gab es trotz schwerer Luftangriffe keine Beschädigungen an den Gebäuden. In den darauf folgenden Jahren folgten bis 1958 weitere Ausbauten sowie Erweiterungen der Mühle sowie dem Heim der Familie.
Die Vermahlungsleistung konnte auf 4 Tonnen Getreide pro Tag gesteigert werden.
Arthur Herrig starb 1962, einige Jahre später auch sein Sohn Herbert im Jahr 1974, welcher die Geschäfte weiter führte seit dem Tod seines Vaters.

Ab Dezember 1974 führte Andreas Herrig, Sohn von Herbert, die Geschicke der Engelsdorfer Mühle weiter. Auch noch heute wird hier noch wie früher gemahlen, Brot gebacken und noch viel mehr.

Produkte aus der Mühle Engelsdorf

Das Angebot des Mühlenladens ist mehr als vielfältig, sodass ich hier nur einen kleinen Auszug beschreiben kann. Als eine auf Weizenmehl spezialisierte Handwerksmühle steht die Hausmarke mit dem Typ 405 natürlich an erster Stelle.

Doch hier wird nicht nur Mehl angeboten, auch Kekse und Naschwerk mit und auch ohne Schokolade können hier gekauft werden.

Neben ausgewählten Getreidearten wie Weizen, Roggen und Dinkel werden auch zahlreiche Nudelsorten aus Hartweizen und Dinkel sowie mit oder ohne Ei angeboten.

Hier ein kleiner Auszug der Produkte

Mehlsorten


  • Weizenmehl
  • Roggenmehl
  • Dinkelmehl
  • Emmermehl
  • Emmervollkornmehl

Ausgewählte Brotsorten


  • Mühlenkräuterbrot
  • Thomasbrot
  • Kürbiskernbrot
  • Zwiebelbrot
  • Nussbrot
  • frisches Mühlenbrot
  • Kartoffelbrot
  • Kümmelbrot

Auch alle Hobbybäcker können hier bedient werden, denn auch Stollenmehl aus einer speziellen Weizensortenmischung wird jedes Jahr aufs neue angeboten.

Und als wenn das nicht schon ein breit gefächertes Angebot wäre, kommen noch verschiedene Müslis und Getreideflocken wie Haferflocken, Dinkelflocken oder auch gleich fertig zusammengestellte Mischungen hinzu.
Das absolute Highlight für Alle süssen unter uns dürften wohl die verschiedenen Honigsorten aus regionaler sowie überregionaler Herstellung wie Sonnenblumenhonig oder auch Akazienhonig, um wieder nur 2 zu benennen, sein.

Engelsdorfer Mühle mit Mühlenladen Baalsdorfer Strasse 167
Engelsdorfer Mühle mit Mühlenladen Baalsdorfer Strasse 167

Öffnungszeiten des Ladens

All diese wunderschönen eben genannten Gaumenfreuden kann man jeden Mittwoch und Donnerstag von 13.30 bis 18.00 Uhr in Herrigs Mühlenladen in der Baalsdorfer Str. 167 Leipzig-Engelsdorf kaufen.

Infos von.
Hier ein Link herrigs-muehlenladen.de/